Arzt rettet 258 Gramm Baby mit NAVA-Technologie

Ryusuke Sekino überlebt mit nur 258 Gramm nach einer Schwangerschaftsdauer von 25 Wochen und vier Tagen. Laut Dr. Ryo Itoshima, einem der Ärzte hinter diesem medizinischen Wunder, spielte die innovative Getinge Neurally Adjusted Ventilatory Assist (Neural regulierte Beatmungsunterstützung, NAVA) eine entscheidende Rolle bei der Lungenentwicklung.

 

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Nach Monaten auf der Neugeborenen-Intensivstation (NICU) im Kinderkrankenhaus von Nagano (Japan) konnte der kleine Ryusuke endlich mit seinen Eltern nach Hause. Im Oktober letzten Jahres brachte ihn seine Mutter Toshiko per Notfallkaiserschnitt zur Welt. Neonatologe Ryo Itoshima hatte in dieser Nacht Dienst.

„Ich war wirklich in Sorge, als ich vom Geburtshelfer erfuhr, dass das geschätzte Gewicht des Babys bei unter 300 Gramm lag. Auf unserer Neugeborenen-Intensivstation haben nachts grundsätzlich zwei Ärzte Dienst, aber in dieser besonderen Nacht kamen drei weitere zur Hilfe“, erinnert sich Itoshima.

Das Baby wurde die ersten Monate auf der Neugeborenen-Intensivstation mit verschiedenen mechanischen Beatmungsmodi behandelt: mit der Hochfrequenzoszillationsventilation (HFOV) und, zweieinhalb Monate lang, mit der innovativen Getinge Beatmungstechnologie NAVA.

NAVA ist ein Beatmungsmodus, bei dem der Patient durch seinen eigenen Atemantrieb den Zeitablauf und die zugeführte Unterstützung durch das Beatmungsgerät reguliert. Er nutzt die Zwerchfellaktivität, um die Unterstützung der Atmung an den Patienten anzupassen. In diesem besonderen Fall wurde die nicht-invasive NAVA (NIV-NAVA) eingesetzt, ein synchronisierter leckagenunabhängiger nicht-invasiver Beatmungsmodus, der bessere Trigger und Synchronität sowie eine sanftere Anwendung von Nasenmasken oder Nasenbrillen ermöglicht.

„Der Lungenzustand des Babys – es litt an einer bronchopulmonalen Dysplasie (BPD) – war auch nach der Extubation nicht gut. Also setzten wir für eine lange Zeit, mehr als zwei Monate lang, auf eine NIV-NAVA. Das ist der letzte Schritt, um den Patienten von der Last einer mechanischen Beatmung zu befreien“, so Dr. Itoshima.

„Die NIV-NAVA unterstützte die eigene Atmung des Babys gut und half ihm bei der Gewichtszunahme und der Lungenentwicklung, insbesondere nach der Extubation. Ohne die NIV-NAVA hätte das Baby sicherlich eine Reintubation benötigt und der Lungenschaden wäre viel größer.“

Der nun drei Monate alte Ryusuke nahm täglich an Gewicht zu und sein Lungenzustand besserte sich. Im April war er im Alter von sechs Monaten endlich so weit, dass er mit seinen Eltern nach Hause entlassen werden konnte. Bis dahin hatte er sein Gewicht verdreizehnfacht – auf 3374 Gramm.

„Wir freuen uns sehr, dass wir der Familie helfen konnten. Jetzt ist sie gut auf den Start ins Leben des Kindes zu Hause vorbereitet. Das sind wirklich die schönsten Momente bei der Arbeit, wenn ein Baby unser Krankenhaus gesund verlässt und die Eltern lächeln. Der kleine Ryusuke ist mir sehr ans Herz gewachsen – fast so, als wäre er mein eigener Sohn“, meint Dr. Itoshima.

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