Christophs Leidenschaft für das Leben rettete einen kleinen Jungen, der Stammzellen benötigte

Leidenschaft für das Leben ist für Christoph Arnold die treibende Kraft - sowohl bei seiner Arbeit mit Stammdaten bei Getinge als auch in seinem Privatleben. Als sich ihm die Gelegenheit bot, Knochenmark-Stammzellen zu spenden, um das Leben eines anderen zu retten, zögerte er keine Sekunde.

Christoph 1200x627Nachdem er sich als Spender bei DKMS, einem internationalen uneigennützigen Zentrum für Knochenmarkspenden, angemeldet und ein Swab-Kit eingeschickt hatte, hatte Christoph Arnold sofort ein gutes Gefühl über seine Entscheidung. Er wusste, dass seine Details jetzt in der Suche nach Stammzellenspendern für Menschen auf der ganzen Welt enthalten waren, die eine genetische Übereinstimmung benötigten, um eine Chance auf ein Weiterleben zu bekommen.

Jahrelang hörte Christoph nichts, bis er eines Tages plötzlich einen Anruf von einer unbekannten Telefonnummer erhielt.

„Tatsächlich ignorierte ich den Anruf, weil mir die Nummer unbekannt war. Aber dann rief mich meine Mutter an und teilte mir mit, dass es DKMS war, die auch unter ihrer Rufnummer versucht hatten, mich zu erreichen. Deshalb rief ich sofort zurück. Es stellte sich heraus, dass ich für einen Patienten, der eine Knochenmarkspende benötigte, als möglicher Spender in Frage kam“, erinnert sich Christoph.

Weitere Tests folgten, aber bald wurde es zur Gewissheit – Christophs Stammzellen passten zu einem Jungen, der mit Blutkrebs diagnostiziert wurde.

„Das Leben dieses Patienten lag wirklich in meiner Hand, und deshalb war ich mehr als bereit, zu helfen. Obwohl es ein paar kleine Risiken gab, zögerte ich überhaupt nicht.“

Der Prozess der Knochenmarkspende beinhaltete für Christoph eine allgemeine Anästhesie und einen zweitägigen Aufenthalt im Krankenhaus. Durch zwei kleine Einschnitte in die Haut an den Beckenknochen wurde eine Nadel eingeführt und Knochenmark entnommen.

„Danach fühlte ich mich ein wenig schwindlig und mein Rücken tat weh, aber es dauerte nicht lange, bis ich mich erholte. Meine ganzen Gedanken galten jedoch dem Patienten, der meine Stammzellen erhalten sollte, und wie schwer dies alles für ihn gewesen sein muss.“

Über den Patienten und seinen Zustand wusste Christoph nicht viel. Ihm war nur bekannt, dass es sich um einen Jungen im Alter von 6 bis 12 Jahren handelte, der irgendwo in Deutschland lebte. Dann wurde er benachrichtigt, dass die Spende abgeschlossen war, erfuhr aber nicht, ob sie gut verlaufen war.

„Dies geschah im November des vergangenen Jahres, und ich wusste, dass ich erst einige Monate später mehr erfahren würde, denn alles wurde streng vertraulich behandelt. Aber ich habe so oft an ihn gedacht – ich hoffte, dass er am Leben war, dass es ihm besser ging und dass sein künftiges Leben nun sicher sein würde. Besonders über die Feiertage wünschte ich mir mehr als alles andere, dass er Weihnachten ohne Furcht verbringen könnte.“

Erst vor ein paar Tagen erhielt Christoph die Nachricht, dass die Spende gut verlaufen ist und es dem Jungen gut geht. Er erhielt sogar einen Brief von dem Jungen und seinen Eltern, die sich bei ihm für alles bedankten.

„Außerdem teilten sie mir mit, dass sie Weihnachten alle gemeinsam zu Hause feiern konnten“, erklärt Christoph und lächelt.

Hoffentlich können sich Christoph und sein neuer Freund in Zukunft einmal treffen.

„Es ist ein großartiges Gefühl, so etwas mit einem derart geringen Aufwand für einen anderen Menschen tun zu können. Ich wünschte, es würden sich noch mehr Leute als Spender registrieren lassen. Und ich finde es gut, dass Unternehmen wie mein Arbeitgeber Initiativen durchführen, um noch mehr Spender zu gewinnen. Mein Unternehmen gab mir für den medizinischen Eingriff sogar bezahlten Urlaub, so dass ich mich danach einige Tage erholen konnte. Das machte einen großen Unterschied aus.“

Obwohl Menschen auf der ganzen Welt als mögliche Spender registriert sind, suchen zahlreiche Patienten immer noch nach dem Spender mit der richtigen Übereinstimmung, den sie so dringend brauchen.

„Die Registrierung ist ganz einfach, die Spende selbst ist nicht schmerzhaft und nimmt auch nur wenig Zeit in Anspruch. Ich würde es auf jeden Fall noch einmal tun. Aber ich kann noch etwas anderes tun – dazu beitragen, das Spendenbewusstsein zu erhöhen. Eine Stammzellenspende ist für diese Patienten mitunter wirklich der einzige Ausweg. Durch Ihre Registration als Spender können Sie buchstäblich Leben retten.“