Die hochmodernen Beatmungssysteme von Getinge

Die mechanische Beatmung – die weltweit meistverwendete Lebenserhaltungstechnologie für Patienten ohne eigenständige Atemfunktion – ist im derzeitigen Kampf gegen das neue Coronavirus COVID-19 von zentraler Bedeutung. Getinge stattet bereits seit den frühen 1970er-Jahren Intensivstationen weltweit mit hochmodernen Beatmungssystemen aus.

Servo U 1200x600Moderne Beatmungsgeräte können die Atemfunktion von Patienten wirkungsvoll übernehmen. Mit der mechanischen Beatmung wird der Patient zwar nicht geheilt, aber seine Stabilität im Rahmen der Behandlung sichergestellt, während der Zustand, der eine Beatmung erforderlich macht, abklingen kann.

Die respiratorische Unterstützung lässt sich an die physiologischen Bedürfnisse anpassen, sodass der Patient vor der Verschlimmerung einer Lungeninfektion, Lungenverletzung oder einer Fehlfunktion der Atemmuskulatur geschützt wird. Zudem sollte – sobald klinisch angezeigt – zur Spontanatmung zurückgewechselt werden, um das Risiko erhöhter Morbidität und Sterblichkeit gering zu halten. Bei der Entwöhnung des Patienten von der mechanischen Beatmung kommt es vor allem darauf an, für eine optimale Synchronisierung von Patient und Beatmungsgerät zu sorgen.

Mechanische Beatmungsgeräte sind hoch entwickelte Systeme und speziell dafür konzipiert, von geschulten medizinischen Mitarbeitern auf Intensivstationen in Krankenhäusern bei hoher Arbeitsbelastung effektiv bedient zu werden.

Funktionsweise

Eine mechanische Beatmung kann entweder invasiv über einen Schlauch in den Atemwegen erfolgen oder nicht-invasiv mithilfe einer Gesichtsmaske oder Nasenbrille. Sie weist auch Unterschiede gegenüber der natürlichen Atmung auf.

Bei letzterer zieht sich das Zwerchfell als Hauptatemmuskel zusammen und die Brustwand dehnt sich aus. Dadurch wird ein Unterdruck erzeugt, der die Luft in die Lungen zieht. Leitet das Atemzentrum an die Atemmuskulatur den Befehl zur Entspannung weiter, strömt die Luft passiv aus den Lungen aus.

Ein Beatmungsgerät führt der Lunge einen mechanischen Atemhub zu, bis ein vom Bediener ausgewähltes Kriterium erreicht wird, das die Zeit, den Durchfluss, das Volumen oder die neurale Atemaktivität des Patienten betreffen kann. Nachdem die Lungen wie vorgesehen gefüllt wurden, wird die Inspiration angehalten und die Exspiration eingeleitet.

Vorzugsweise sollte eine Atemmaske verwendet werden, da sie für den Körper einen natürlichen Schutz vor Lungeninfektionen bildet. In vielen Fällen erfordert der Zustand des Patienten jedoch eine Intubation, wenn beispielsweise schwere Lungenverletzungen oder -erkrankungen vorliegen.

Bei Patienten mit schwerer Beeinträchtigung der Sauerstoffzufuhr (z. B. ARDS) ist eine Beatmungsstrategie wichtig, mit der die Behandlungsergebnisse verbessert werden können und die Vorteile für Lunge, Herz und Atemmuskulatur etwaige Nachteile überwiegen. Dazu kann beispielsweise die Rekrutierbarkeit der Lunge bewertet werden, damit das Beatmungsgerät so eingestellt werden kann, dass Verluste des effektiven Lungenvolumens ausgeglichen und gleichzeitig die Alveolen (die Lungenbläschen, über die der Gasaustausch stattfindet) nicht überdehnt werden.

Historie des Servo-u

Das erste Beatmungsgerät der Servo-Reihe, das Servo 900, wurde im Jahr 1971 von Getinge vorgestellt und leitete eine Revolution der Beatmungstechnik in der Intensivpflege ein. Seiner Zeit weit voraus, bot dieses kleine, leise und effiziente elektronische Beatmungsgerät mit Feedbacksystem zur Steuerung der Gaszufuhr dem medizinischen Personal die Möglichkeit, Volumen und Atemfrequenzen an die Bedürfnisse des jeweiligen Patienten anzupassen.Pic

Heute sind alle Beatmungsgeräte der Servo-Reihe so ausgelegt, dass eine optimale Interaktion zwischen Patient und Beatmungsgerät stattfindet, wodurch der Komfort und die Leistung verbessert werden.

Die neueste Generation bietet zahlreiche Optionen für eine schonende und individuell angepasste Beatmung. Das Ziel besteht darin, bessere Behandlungsergebnisse zu erreichen, indem die Atmung der Patienten individuell unterstützt wird, und gleichzeitig Komplikationen zu vermeiden und den Patienten schon nach kürzerer Zeit vom Beatmungsgerät entwöhnen zu können.

Beatmungstherapie bei kritischen Erkrankungen durch Infektion mit dem Coronavirus COVID-19

Während die Infektion mit dem Coronavirus COVID-19 bei den meisten Menschen unkompliziert oder leicht verläuft, entwickeln einige Patienten schwere Krankheitssymptome und müssen mechanisch beatmet werden. Die häufigste Diagnose bei schweren Fällen einer COVID-19-Infektion ist schwere Lungenentzündung1.

Individueller Lungenschutz mit Servo-u

Servo-u bietet viele Optionen für ein individuelles Vorgehen im Hinblick auf Lungenschutz und Entwöhnung.

Die Verfügbarkeit verschiedener Funktionen kann abhängig vom Vertriebsgebiet variieren. Weitere Informationen finden Sie auf der Getinge-Website.

 

Erfahren Sie mehr über die mechanischen Beatmungsgeräte von Getinge

 

Servo-u ist eine eingetragene Marke von Maquet Critical Care AB.

 

[1] Clinical management of severe acute respiratory infection (SARI) when novel coronavirus (nCoV) infection is suspected. Interim guidance, 13.3.2020. WHO-Referenznummer: WHO/2019-nCoV/clinical/2020.4