Getinge übernimmt Klingelnberg-Azubis am Standort Rastatt

Der schwedische Medizintechnikhersteller Getinge hat an seinem größten Produktionsstandort in Rastatt zwei angehende Industriemechaniker der Firma Klingelnberg übernommen. Damit ermöglicht Getinge den beiden, dass sie ihre Ausbildung abschließen können.

„Bereits in der Vergangenheit haben wir Auszubildende aus Betrieben übernommen, die aufgrund von Betriebsschließung oder Insolvenz die Ausbildung nicht planmäßig weiterführen konnten und damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Wir freuen uns und sind gleichermaßen stolz, wenn wir jungen, engagierten Menschen die Fortführung ihrer Ausbildung ermöglichen können“, sagt Nicollé Mück, HR Business Partnerin und Gesamtverantwortliche für den Bereich Ausbildung und Studium bei Getinge.

Firat Canpolat und Leines Hildenbrand befanden sich beide am Ende des ersten Ausbildungsjahres, als das Unternehmen Klingelnberg im Frühjahr 2020 die Entscheidung treffen musste, seinen Produktionsstandort zu verlagern. Damit bestand für die beiden keine Möglichkeit mehr, ihre Ausbildung weiterzuführen. Als Konstantin Günther, Klingelnberg Personal-Teamleiter am Standort Ettlingen, mit Getinge Kontakt aufnahm und die Möglichkeit einer Übernahme der Auszubildenden anfragte, war für Nicollé Mück und Dieter Scharer, Ausbildungsleiter bei Getinge, schnell klar: Hier können wir zusätzliche Nachwuchskräfte für das Unternehmen sichern und damit auch unserer gesellschaftlichen/ sozialen Verantwortung für die junge Generation nachkommen.

Dieter Scharer: „Innerhalb weniger Tage hatten wir alle Bewerbungsunterlagen vorliegen und konnten die jungen Männer zum Gespräch einladen. Die Chemie stimmte sofort, und auch fachlich überzeugten uns beide, sodass wir entschieden, sie direkt zu übernehmen.“ Ein Glücksfall für beide Seiten. Nach einer Einführungswoche in einem pfälzischen Ausbildungszentrum, die die beiden gemeinsam mit anderen Getinge-Azubis absolvierten, konnten sie direkt in den Ausbildungsalltag bei Getinge einsteigen.

„Wir hatten einen tollen Start, wurden sehr herzlich aufgenommen“, betont Firat Canpolat. Und Leines Hildenbrand ergänzt: “Es hat von Anfang an super gepasst, ich bin sehr froh, meine Ausbildung bei Getinge weiterführen zu können.“ Die Firma Klingelnberg übernimmt die wesentlichen Kosten der Ausbildung, und Getinge bietet den beiden jungen Nachwuchskräften dafür eine qualitativ hochwertige Ausbildung und gute Perspektiven.

„Dieses Jahr wurden fast alle unserer Auszubildenden übernommen“, freut sich Dieter Scharer. Das ist ein hoffnungsvolles Zeichen in der Pandemie, und wir sind zuversichtlich, dass auch weiterhin die Power der jungen Generation gebraucht und genutzt wird.“ Die Chancen stehen also nicht schlecht, dass beide Herren auch nach ihrer Ausbildung eine Zukunft bei Getinge haben können. Für Industriemechaniker mit der Zusatzqualifikation „Elektrofachkraft“ bieten sich bei Getinge diverse Perspektiven, beispielsweise direkt in der Montage oder auch als Servicetechniker direkt vor Ort beim Kunden im Krankenhaus.

"Wir freuen uns sehr, dass es Unternehmen gibt, die jungen Menschen die Fortsetzung ihrer dualen Berufsausbildung ermöglichen und dafür sogar teilweise zusätzliche Ausbildungskapazitäten schaffen. Insbesondere in diesen für viele Betriebe wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist das keine Selbstverständlichkeit und ein tolles Beispiel für das große Engagement und Verantwortungsbewusstsein, das die Ausbildungsbetriebe den Nachwuchskräften entgegenbringen. Gleichzeitig zeigt es, wie flexibel, krisenfest und zukunftsorientiert das duale Ausbildungssystem in Deutschland ist", betont auch Wencke Kirchner, Leiterin des Geschäftsbereichs Ausbildung und Weiterbildung der IHK Karlsruhe.

Finden Sie hier mehr Informationen zu unseren Ausbildungen am Standort Rastatt.