Grundlagen der Anästhesie und Lösungen von Getinge

Für viele Menschen ist der Gedanke, während einer Operation betäubt zu werden, so unangenehm wie der chirurgische Eingriff selbst. In solchen Fällen sollte man nicht vergessen, dass eine Vollnarkose sehr sicher ist und dass Patienten dank der Geräte von Getinge während der Anästhesieversorgung hervorragend beatmet werden können.

Anesthesia 1200x627Eine Anästhesie (griechisch für „Empfindungslosigkeit“) ist im Grunde ein medizinisch eingeleiteter Komazustand, der sich von Schlaf unterscheidet. Im Jahre 1842 verabreichte Crawford Long einem Patienten Diethylether und führte damit die erste schmerzfreie Operation durch. Seitdem ist Anästhesie Standard in der Medizin.

Die Medikamente, die den Patienten reaktionslos, bewusstlos und schmerzunempfindlich machen, werden von einem Anästhesisten oder einer entsprechend ausgebildeten Anästhesiepflegekraft verabreicht, die auch die Vitalparameter und die Atmung des Patienten überwacht.

Generell ist eine Vollnarkose sehr sicher, auch bei schwer kranken Patienten. Dennoch gibt es nach wie vor Probleme, deren Lösung sich Getinge widmet. 

Anästhesie in aller Kürze

Eine Anästhesie beginnt mit der Einleitung, bei der der Patient, zumeist durch intravenöse Gabe von Schmerz- und Schlafmitteln, in Schlaf versetzt wird. Sobald der Patient schläft, beatmet ihn der Anästhesist von Hand.

Wenn die geplante Operation es erfordert, verhindern Muskelrelaxanzien alle willentlichen motorischen Aktivitäten des Patienten. Die Atemwege werden durch das Einführen eines Endotrachealtubus in die Luftröhre gesichert. Das Beatmungsgerät des Narkosegeräts übernimmt die Atmung des Patienten und verabreicht das Narkosegas, damit der Patient im Schlafzustand bleibt.

Während der Operation überwacht der Anästhesist primär die Vitalparameter und passt die mechanische Beatmung, den Fluss des Narkosegases und die Medikamentengabe an die Patientenbedürfnisse an.

Das Ziel: bessere Ergebnisse

„Wir wollen mit unseren Lösungen die Arbeit von Mikael Petrini 300x200Anästhesisten weniger hektisch machen. Dank Automatikfunktionen haben sie mehr Zeit für ihre Patienten. Unser Ziel ist es natürlich, bessere Ergebnisse zu erreichen, indem wir helfen, Komplikationen vor und nach Operationen zu vermeiden“, so Mikael Petrini, Global Clinical Applications Manager bei Getinge.

Mit dem Flow-i Narkosegerät von Getinge können Ärzte das Verfahren stetig an die jeweilige Situation anpassen und einen stabilen Patientenzustand aufrechterhalten. Es eignet sich für jeden Patienten, ob jung, alt oder adipös.

Kürzlich haben wir unser Narkosegerätportfolio erweitert: Neben Flow-i bieten wir jetzt auch das kompakte Flow-c und bald auch Flow-e mit mehr Platz für zusätzliche Ausrüstung.

„Mit den neuen Modellen wird unser Angebot größer und flexibler“, erklärt Petrini. „Beide haben dieselbe Beatmungsleistung wie unsere Toplösung Flow-i, verfügen aber über grundlegendere Spezifikationen. So können die Kunden das Gerät an ihre Bedürfnisse anpassen.”

Die Geräte von Getinge bieten einige bahnbrechende Funktionen wie das automatische Lungen-Recruitment, die Atelektasen entgegenwirken, einer Erkrankung, bei der die Alveolen (Lungenbläschen) in Teilen der Lunge in sich zusammenfallen. 90 % aller anästhesierten Patienten erleiden diese Erkrankung, die zu Lungenkomplikationen nach der Operation führen kann.

Einzigartiger Hypoxieschutz

„Wir sind auch der einzige Hersteller mit einem aktiven Hypoxieschutz im Programm, der eine unzureichende Sauerstoffversorgung feststellt, indem er die Konzentration im Gas misst, das der Patient einatmet. O2Guard greift automatisch ein, wenn sie unter 21 % fällt“, erläutert Petrini. „Das ist ein Riesenschritt in Richtung mehr Patientensicherheit.“

Eine weitere herausragende Funktion ist die automatische Gaskontrolle (AGC). Man kann sie sich wie eine Art „Tempomat“ vorstellen, der eine automatische, sichere Low-Flow-Anästhesie ermöglicht und dabei das Risiko von Unter- und Überdosierungen senkt. Die AGC macht Anästhesie auch umweltfreundlicher, da durch sie weniger Narkosegas verschwendet wird, das zur Erderwärmung beiträgt und die Ozonschicht schädigt.

“Bei der Entwicklung unserer Narkosegeräte steht Benutzerfreundlichkeit im Mittelpunkt. Das gilt für äußere Merkmale genauso wie für die Benutzeroberfläche sämtlicher Funktionen, auch der fortschrittlichsten wie Lungen-Recruitment und AGC“, so Mikael Petrini.

2019 erwartet die Flow-Familie wieder Nachwuchs: Getinges neues Narkosegerät Flow-e wartet auf Sie. Das dürfen Sie nicht verpassen!

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