Mit intelligenter Software gegen das Coronavirus

Die deutsche Vertriebsorganisation von Getinge und das IT-Team des Unternehmens haben eine bahnbrechende digitale Plattform geschaffen, die bei der Bekämpfung des Coronavirus COVID-19 hilft. Die Software erstellt eine visuelle Karte aller ECMO-Systeme von Getinge in Deutschland, so dass verfügbare Geräte schnell in Regionen mit dringendem Bedarf eingesetzt werden können.

Cardiohelp 1200

"Diese Initiative hat große menschliche und wirtschaftliche Auswirkungen. Wir können die vorhandenen Ressourcen besser nutzen und ausreichende Intensivpflegekapazitäten genau dort zur Verfügung stellen, wo die Patienten sie benötigen", sagt Josef Hinterberger, President Getinge DACH.

Die ECMO-Systeme (Extrakorporale Membranoxygenierung) Cardiohelp und Rotaflow von Getinge, die die Lungenfunktion ersetzen, indem sie das Blut des Patienten außerhalb des Körpers mit Sauerstoff anreichern, können zur Behandlung von COVID-19-Patienten mit akutem kardiopulmonalem Versagen eingesetzt werden.

ECMO-Systeme sind nicht immer dort verfügbar, wo sie dringend benötigt werden. Daher konzentrierten sich die deutsche Vertriebsorganisation und das IT-Team von Getinge, GExplore, auf die Idee, die ECMO-Systeme auf Knopfdruck zu lokalisieren und sie schnell zur Deckung des regionalen Bedarfs einzusetzen.

Kerstin Lutz, Business Manager Cardiopulmonary, Advanced Monitoring and Cardiac Assist in der DACH-Region, erklärt:

"Zu Beginn brauchten wir einen soliden Überblick, wo sich unsere Geräte befinden und ob sie sich derzeit im Einsatz sind. Vor allem war es wichtig zu wissen, wo sich die Patienten befinden, die vielleicht eines der Geräte benötigen. Mit diesen verfügbaren Daten konnten wir Anforderungsprofile und Patientendaten mit den verfügbaren Ressourcen verknüpfen."

Getinge hat in Deutschland etwa 30 flexible Geräte auf dem Markt. Darüber hinaus wurden auch alle in Kliniken fest installierten Geräte in die Übersicht aufgenommen.

Gleichzeitig bat das Unternehmen das Robert-Koch-Institut, um Zugang zu Daten über die täglichen regionalen Coronavirus-Fallzahlen.

"Die Zusammenführung dieser Informationen ermöglicht es uns, die COVID-19-Hotspots Tag für Tag zu analysieren und Ressourcen schnell verfügbar zu machen. Unser Ziel ist es, einem COVID-19-Patienten, der ein ECMO-System benötigt, innerhalb von acht Stunden ein ECMO-System zur Verfügung stellen zu können", sagt Kerstin Lutz.

Sie fügt hinzu: "Dies ist ein Beispiel dafür, wie Getinge über die reine Bereitstellung von Geräten und die Schulung in deren Anwendung hinausgehen möchte. Wir wollen unseren Kunden als zuverlässiger Partner zur Verfügung stehen und Lösungen in schweren Krisenzeiten anbieten", so Kerstin Lutz weiter.

Josef Hinterberger: "Auch nach der COVID-19-Pandemie werden wir in der Lage sein, Cognitive Computing zu nutzen, um die Logistikzeiten der Gerätebereitstellung zu optimieren. In Zukunft könnte es auch möglich sein, nicht nur Produkte von Getinge, sondern auch Geräte anderer Hersteller in die Lösung einzubeziehen".