Surgical Workflows und Medikomp – erfolgreiche Zusammenarbeit am Standort Rastatt

Die Pandemie stellt Unternehmen weltweit seit vielen Monaten vor ganz enorme Herausforderungen. Manche Branchen erlebten plötzlich einen Stillstand und mussten um ihre Existenz bangen, in anderen Bereichen wuchs das Geschäft so schlagartig, dass es kaum möglich war, die Nachfrage zu bedienen.

Als Medizintechnik-Unternehmen hat Getinge in den letzten Monaten beide Seiten kennen gelernt: Im Geschäftsbereich Surgical Workflows (SW), speziell bei den OP-Tischen, ging die Nachfrage extrem zurück. Der Geschäftsbereich Acute Care Therapies verzeichnete hingegen mit seinen Produkten für den Bereich Critical Care einen enormen Zuwachs. So auch das Tochterunternehmen MediKomp.

Gerade am Standort Rastatt wurde dies sehr deutlich: So hatte SW plötzlich mit Überkapazitäten zu kämpfen, die zeitweise auch eine Kurzarbeit notwendig machten, während man bei MediKomp am Anschlag arbeitete, um die Auftragslage zu bewältigen. Eine ideale Voraussetzung also für beide Seiten, sich zusammen zu setzen und eine Win-win-Situation zu schaffen. Beschäftigte aus den SW-Bereichen Montage, Process Assurance und Logistik wurden kurzfristig an die Medikomp ausgeliehen, und es entstand ein ganz neues Gleichgewicht.

Alessandro Jung, Medikomp Logistik und Versand: „Bereits vor Corona gab es Ankündigungen, dass 2020 mehr Bestellungen kommen würden. Wir wussten, dass wir uns auf Überstunden einstellen müssen. Mit dem Lockdown wurde dann alles noch komplizierter, vor allem die Anforderungen an die Arbeitshygiene und Sicherheit vor Ort. Dass die Aufträge dann auch noch mit dieser Wucht durch die Decke schnellen würden, hatten wir nicht geahnt. Wir waren deshalb unglaublich froh, dass wir so schnell Unterstützung bekommen konnten. Die Kollegen aus SW waren ja auch teilweise schon mit den Prozessen vertraut, sodass sie entweder gar nicht oder nur kurz eingelernt werden mussten. Das hat die neue Situation für uns natürlich noch leichter gemacht.“

Sabine Fischer aus dem Bereich Quality Assurance ergänzt: „Bei uns war das Arbeitsvolumen auch irgendwann nicht mehr zu bewältigen. Glücklicherweise kam uns dann ein SW-Kollege zu Hilfe, der die Prinzipien und Prozesse bereits kannte. Er musste bei uns zwar mit anderen Dokumenten arbeiten, war aber mit den Abläufen bestens vertraut, sodass er direkt einsteigen konnte. Das hat uns ganz enorm geholfen.“ Bis um 31. Dezember dieses Jahres wird der Kollege noch bleiben.

„Bei uns in der Produktion wurden speziell für die ECMO/ECLS-Systeme Rotaflow und Cardiohelp zwei neue Kollegen dauerhaft übernommen, die anderen sind inzwischen wieder an ihre alten Arbeitsplätze bei SW zurückgekehrt. Damit konnte unser Team dauerhaft aufgestockt werden, was sinnvoll ist, denn auch für 2021 erwarten wir eine sehr hohe Auslastung. Bei Rotaflow sehen wir sogar eine Verdopplung der Auftragslage,“ betont Medikomp-Produktionsmitarbeiter Ruven Ratajczak.

Auch Özgür Yildiz, Managing Director Medikomp, ist stolz auf die Gemeinschaftsleistung: “Zu Beginn der Covid-19 Pandemie wurden unsere ECMO/ECLS Produkte händeringend von Krankenhäuern auf der ganzen Welt benötigt. Wir mussten unsere Kapazitäten innerhalb kürzester Zeit, und damit meine ich Tage bis wenige Wochen, um 100 Prozent hochfahren. Ich kann eindeutig sagen, dass wir es ohne unsere SW-Kolleginnen und Kollegen kaum geschafft hätten. Danke an alle Beteiligten – zusammen sind wir wirklich stärker.”